Spielerin greift in einem nebligen Holzraum in einen Zylinder

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5 häufige Fehler im Escape Room

Els van Leeuwen 4 Min. Lesezeit

Häufige Fehler im Escape Room und wie du sie vermeidest

Ich falle gleich mal mit der Tür ins Haus: Die 5 Fehler, die dir in diesem Blog begegnen, habe ich alle selbst gemacht. Mehrmals. Und um gleich ganz mit offenen Karten zu spielen: Einen Fehler mache ich bis heute, obwohl ich schon mehr als 115 Escape Rooms gespielt habe. Hoppla. Sieh es mal so: Meine Tollpatschigkeit bewahrt dich davor, dieselben Fehler zu machen. Legen wir los mit den 5 häufigen Fehlern im Escape Room!

Fehler 1: schlecht suchen

Einer der häufigsten Fehler im Escape Room ist schlechtes Suchen. Diesen Fehler machen mein Team und ich immer noch. Es kommt immer noch vor, dass wir vergessen, in Schubladen zu schauen, oder die Taschen eines Mantels zu kontrollieren, der einfach an der Garderobe hängt. Die Lösung: strukturiert suchen. Das kannst du auf mehrere Arten angehen. Zunächst einmal kannst du jemanden bestimmen, der das Suchen als Aufgabe übernimmt. Jemanden, dem es Spaß macht, wie eine Art Sherlock Holmes den ganzen Raum zu durchkämmen und alles zu sammeln, was gefunden wird. Das ist übrigens auch eine super Aufgabe für Kinder, falls du mit Kids spielst.

Eine andere Möglichkeit ist, in „Zonen“ zu arbeiten. Jedes Teammitglied übernimmt einen Teil des Raums und nimmt ihn genau unter die Lupe. Gerade für Teams, die nicht so gern suchen, ist das eine praktische Methode, um schnell und effizient alle Räume zu untersuchen. Und falls du als Teammitglied mal gerade nichts zu tun hast, ist Suchen auch eine gute Art, die Zeit zu überbrücken.

Fehler 2: zu oft auf die Uhr schauen

Viele Escape-Room-Betreiber haben sie inzwischen abgeschafft, aber in manchen Räumen findest du sie noch: die Countdown-Uhr. Als wir mit Escape Rooms angefangen haben, waren wir geradezu besessen von der Uhr. „Nur noch eine halbe Stunde!“ Oder: „Wir müssen uns echt beeilen, wir haben nur noch 5 Minuten!“ Tja, das hilft natürlich niemandem und sorgt für viel mehr Stress als nötig. Bist du in einem Raum mit Countdown-Uhr, dann lass das Ding einfach links liegen. Du kannst dich nämlich voll und ganz darauf verlassen, dass die Spielleitung die Zeit im Blick behält und dir hilft, rechtzeitig aus dem Raum zu kommen.

Es kommt übrigens ganz darauf an, in was für einem Team du bist: Mein Team will so lange wie möglich im Raum bleiben. Wir stoppen keine Zeiten und stellen keine Rekorde auf. Ist es für dein Team aber wichtig, Rekorde aufzustellen, dann ist so eine Uhr vielleicht deutlich wichtiger. Wie auch immer, ich empfehle trotzdem, die Uhr links liegen zu lassen. Erst recht, wenn du gerade erst mit dem Spielen anfängst. Relax, du hast alle Zeit der Welt.

Fehler 3: nicht kommunizieren

Ein anderer Fehler, den wir vor allem am Anfang gemacht haben, war, nicht zu kommunizieren. Der einzige Weg, rechtzeitig aus einem Escape Room herauszukommen, ist, ständig miteinander zu reden. Wenn du fünf Minuten lang einen Bilderrahmen suchst, um ihn irgendwo aufzuhängen, während dein Teamkollege genau diesen Bilderrahmen schon seit zehn Minuten in der Tasche hat, dann ist das verschenkte Zeit. Rufst du: „Ich suche einen Bilderrahmen!“, dann kann dein Teamkollege darauf reagieren. Oder andersherum: „Ich habe einen Bilderrahmen gefunden, der irgendwo aufgehängt werden muss!“ Sag einfach alles, was dir auffällt oder was du brauchst. Das gibt auch Orientierung in einem Raum, der voller Informationen steckt; wenn du sagst, was du suchst oder was dir auffällt, kann jemand anders gezielter schauen.

Fehler 4: es zu ernst nehmen

Escape Rooms spielen ist das Schönste, was es gibt. Für mich wird es sogar noch schöner, wenn du das Spiel (darf ich es ein Spiel nennen? Doch, oder?) nicht zu ernst nimmst. Wenn ich in der Ecke eine Kamera hängen sehe, winke ich immer kurz. Oder wenn ich mal wieder herumwurstle, schaue ich in die Kamera und werfe theatralisch die Hände in die Luft. Auch in ganz kleinen Räumen hängt immer eine Kamera. Krieche ich daran vorbei, sieht die Spielleitung, wie ich Grimassen schneide. Das ist meine Art, eine Verbindung zur Spielleitung aufzubauen: Die sitzt schließlich die ganze Zeit da und schaut uns zu.

Ich habe mal einen Raum mit meinem Partner gespielt, und der Spielleiter hatte Möglichkeiten, mit uns zu kommunizieren. So konnte er uns wissen lassen, wenn wir auf dem richtigen Weg waren, oder uns auslachen, wenn alles schiefging. Das führte dazu, dass wir den Spielleiter beim Spielen mit einbezogen und ihm während des ganzen Spiels alles Mögliche zuriefen. Wir haben uns kaputtgelacht. Als das Spiel vorbei war, haben wir noch eine Stunde zusammengesessen und darüber geredet. Einfach herrlich!

Fehler 5: Lösungsansätze nicht zu Ende verfolgen

Und jetzt der letzte aus der Reihe der häufigen Fehler im Escape Room. Du kennst das Sprichwort: Viele Wege führen nach Rom. Bei Rätseln in Escape Rooms ist das oft genauso. Manchmal musst du Dinge erst ausprobieren, um herauszufinden, was das Rätsel von dir will, und es gibt also mehrere Lösungsansätze. Wenn zu viele Leute (die alle andere Lösungen sehen) am selben Rätsel arbeiten, ist die Chance groß, dass du keinen einzigen Lösungsansatz zu Ende bringst. Und dann dauert es viel länger, bis du das Rätsel löst. Ich rate dir deshalb Folgendes: Lass jemanden, der eine Idee hat, diese erst ausprobieren, bevor du deine Idee einbringst. Ist die Lösung nicht richtig, dann ist immer noch Zeit, deine Idee auszuprobieren. So arbeitest du im Prinzip am effizientesten.

Was auch passiert: immer weiterlachen

Überall, wo du hinkommst, machst du Fehler. Auch in Escape Rooms. Manche Fehler erweisen sich als hartnäckig, andere machst du nur ein einziges Mal. Lach über die Fehler, die dein Teamkollege macht, und lach über dich selbst. Das macht den Escape Room noch schöner, als er sowieso schon ist.

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